Ist vegan gesund? Firmen nutzen diesen Hype für`s Marketing

Immer häufiger findet man auf Lebensmitteln das Label “vegan”. Doch sind diese Lebensmittel überhaupt gesund? Die meisten Verbraucher sind sich einig, dass dies nicht der Fall sein kann. Doch es gibt genügend Käufer, die sich von dieser Marketing-Masche  beeinflussen lassen.

Vor ein paar Jahren wurde man noch schräg angeschaut, wenn man sich als Veganer geoutet hat. Heute steht die vegane Ernährung in einem besseren Licht. Sie hat sich zu einem Hype entwickelt. Dennoch haben sich wenige Menschen innerhalb Deutschlands für eine rein pflanzliche Ernährung entschieden. Nichtsdestotrotz bedrucken mehr und mehr Hersteller ihre Produkte mit Vegan-Labels. Egal ob für den Bereich der Kosmetik, Mode oder Lebensmittel. Hierbei handelt es sich um reines Marketing.

Beeinflussung durch die Begriffe “vegan” und “vegetarisch”?

Verbraucher bringen die Begriffe “vegan” und “vegetarisch” mit einer gesunden, tierleidfreien und natürlichen Produktion in Verbindung. Das Warenangebot mit diesen Kennzeichnungen steigt stetig. Pauschal Im sind “vegane” Produkte Lebensmittelsektor weder hochwertig, noch nahrhaft. Im Gegenteil. Maschinell verarbeitete Produkte sind in den meisten Fällen mit Zusätzen versetzt, deren langfristige Verträglichkeit mit dem menschlichen Organismus nicht belegt ist.

Welche sinnvollen und unnötigen Kennzeichnung gibt es?

Ist es wirklich immer sinnvoll, Lebensmittel und Kosmetikprodukte mit der Aufschrift “vegan” kenntlich zu machen? Unnötige Bezeichnungen findet man z. B. auf tiefgefrorenen Kartoffelecken oder Sojamilch. Da fragt man sich doch: “was soll denn daran bitte nicht vegan sein?”. Erschreckenderweise schmuggeln sich tierische Lebensmittel in diese Produkte. Oft werden Gelatine, Magermilchpulver und andere tierische Produkte, deren Aussprache an so mancher Eloquenz zerrt, in unsere Lebensmittel untergemischt. Geschützte Kennzeichnungen können hier Licht ins Dunkle bringen.

Eine verbindliche Definition steht im Raum

Die “VEBU” hat sich bereits für eine rechtsverbindliche Definition mit dem Verbraucherschutz der Länder auseinander gesetzt. Mit dieser soll Klarheit für Lebensmittel und ebenso für Kosmetikprodukte geschaffen werden. Dass in der  Kosmetikindustrie sehr viel mit Tieren experimentiert wird ist ja kein Geheimnis. Tierische Produkte werden beispielsweise auch in Cremes, Lotionen und dekorativer Kosmetik eingesetzt. Wer auf Tierleiden und tierisches Lab, das aus dem Labmagen von jungen Wiederkäuern gewonnen wird, im Gesicht verzichten möchte, kann sich an den Labels “V” des “VEBU” und der Veganblume der “Vegan Society England” orientieren. Damit Verbraucher nicht auf eine eventuelle Marketingstrategie reinfallen, sollte “vegan” und “gesund” in zwei verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Wirklich vegane Produkte sind tierleidfrei und frei von tierischen Inhaltsstoffen.

Vegan ≠ Vegan – Es gibt Unterschiede

Eine reine vegane Ernährung besteht nicht aus den Produkten, die man abgepackt im Supermarkt findet. Alles ungesund. Doch viele Menschen verirren sich häufig an die Regale und greifen nach den Produkten mit der “Vegan”-Kennzeichnung und glauben, sie tun ihrem Körper und der Umwelt etwas gutes. Falsch gedacht! Eine rein vegane Ernährung besteht aus Pflanzen, welche uns die Natur zur Verfügung stellt. Alles andere ist überflüssig und maschinell verarbeitet und zählt nicht zu einer gesunden Ernährung. Auch wenn man weiß, dass etwas ungesund ist, essen wir es trotzdem und zwar aus Gewohnheit und weil die immer schneller lebende Gesellschaft keine Zeit mehr hat, sich um eine vollwertige und gesunde Ernährung zu kümmern. Das sind jedoch aus meiner Sicht alles nur Ausreden. Man hat Zeit, man nimmt sich nur keine. Uns genau das ist der Punkt: Menschen die abgepackte “vegane” Produkte einkaufen unterstützen die Herstellung.

Vegan = Supertoll für mich, dich & alles um uns herum

Überall reagieren Lebensmittelhersteller auf den Vegan-Trend. Darauf springen viele Menschen an. Allein schon das Design suggeriert dem Käufer, dass das Produkt gesund sein muss. Aber weiß der Konsument denn wirklich wie die Fertigungsprozesse aussehen? Natürlich weiß er das nicht. Er hat ja auch noch nie die Fertigungsfabrik gesehen, sondern nur eine Fernsehwerbung. Es ist schon klar: Niemand wird an den Produkten im Supermarkt direkt sterben oder davon krank werden. Jedoch wird dem Käufer mit dem Wort “Vegan” etwas natürliches und gesundes versprochen. Er bekommt den Eindruck vermittelt, etwas Gutes für seinen 

Körper und die Umwelt zu tun. Das mag zwar in einem gewissen Maß stimmen, da der Verzicht auf tierische Inhaltsstoffe einen kleineren CO²-Fußabdruck bei der Produktion bedeutet. Das ist aber nichts anderes wie diese “gesunden Zigaretten” – ohne Zusatzstoffe. Mit denen Tut man seinem Körper nur etwas weniger schlechtes oder? Am gesündesten ist es immer noch einfach gar nicht zu rauchen. Genauso ist es auch mit dem abgepackten Fraß aus dem Supermarkt.

Die einzige Alternative

Na klar, nicht immer ist die Zeit und die Muse da. Dennoch ist selbstgemacht immer am besten. Vorallem schmeckt es am besten. Vielleicht nicht beim ersten Mal. Ein bisschen rumprobieren und jeder findet seine eigene Lieblingskombination. Ich selbst bin ein großer Fan von selbstgemachten Aufstrichen. Die meisten benutzen die Sache mit der Zeit stets als Ausrede. Aber ganz ehrlich: die Ernährung ist ein so zentraler Teil meines Lebens. Warum sollte sie denn in meiner Zeit zu kurz kommen? Es geht hier nicht darum, alle fertig abgepackten Produkte zu boykottieren. Vielmehr darum, sich selbst ein Bild zu machen und ein Bewusstsein für den eigenen CO²-Fußabdruck aufzubauen.

Mein Fazit:

Um sich rein “vegan” bzw. rein pflanzlich zu ernähren, muss man sich mit dem ein oder anderen beschäftigen, um sicher zu stellen, was denn wirklich gut für den Körper ist. Hilfreich kann z.B. eine übersichtliche Liste mit allen “naturgegebenen” Proteinen und Kohlenhydraten usw. sein, welche einem einen guten Überblick verschafft.  Für mich gehören die zusammen gemischten und gepressten Produkte, die im Supermarkt als “vegan” abgestempelt sind, definitiv nicht zu einer vollwertig “veganen” Ernährung. Vegane Ernährung ist für mich kein Lifestyle, sondern eine gewissenhafte Einstellung. Leider schütteln aber immer noch viele Menschen den Kopf, wenn sie das Wort “vegan” hören. Kein Wunder, bei dem Fraß, der im Supermarkt angeboten wird. Meiner Meinung sollte viel mehr darüber aufgeklärt werden, was eine vegane Ernährung wirklich bedeutet.

 

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