Der Tausch – eine Zeitreise

Ein Blick in die Vergangenheit

Denken wir mal zurück. Weit zurück. So weit zurück, dass Geld nicht existiert. Geld. Was ist Geld eigentlich? Geld ist doch nur Papier, Münzen oder teilweise nur noch digitale Bits, die alle miteinander eigentlich gar keinen Wert haben. Früher gab es sowas noch nicht. Da wurde noch getauscht! Es gab immer schon gewisse Währungen: Salz, Gold, Edelsteine oder Nutztiere. Der Mensch hat schon immer gerne gehandelt, beziehungsweise getauscht. Damals war der Tausch sogar eine Überlebensnotwendigkeit.


Wo ist der Tausch hin?

Willkommen in der Gegenwart. Wir schreiben das Jahr 2017. Heutzutage wird kaum noch getauscht. Naja okay, wenn man es genau nimmt, dann schon. Wenn ich mir beim nächsten Supermarkt ein Brötchen kaufe, dann tausche ich ja mein Geld, das ich vorher durch Arbeit oder meine Existenz (BAFöG) bekommen habe, gegen mein heiß ersehntes Brötchen. Aber kann man das noch Tausch nennen? Ich glaube nicht. Man tauscht ein Gut gegen ein anderes. Geld ist kein Gut, Geld ist schlecht. Spaß. Aber ehrlich jetzt, wer tauscht denn heute noch wirklich? Ich würde behaupten die wenigsten. Dabei ist der Tauschhandel doch schon so alt. Er ist das Urgestein des Handels. Wäre der gute alte Neandertaler nicht auf die Idee gekommen, seine zweite Decke, die er eh nicht braucht, gegen etwas zu essen zu tauschen, wäre er vielleicht sogar verhungert. Es liegt auf der Hand: das Geld hat den Tausch entführt. Denn heutzutage verkauft man seine sieben unnützen Sachen auf Portalen für gebrauchte Gegenstände.


Der Tausch hat Zukunft

Es gibt keine nachhaltigere Alternative zur Beschaffung von Dingen, wie den Tausch. Es ist völlig egal wie zukunftsorientiert ein Unternehmen produziert, gegen das Tauschen kann es nicht anstinken. Je länger etwas in Benutzung ist, desto mehr lohnt sich die Produktion davon. Wer tauscht erfährt eine Win-Win-Win Situation! Beide Tauschpartner freuen sich, dass sie ihren nicht mehr benutzten Artikel los sind und über den gewünschten Stuff, was den Tauschhandel zu einem sozialen Modell macht. Außerdem freut sich Mutter Natur, dass die Produkte noch immer ihren Zweck erfüllen. Doch warum Tauschen und nicht verkaufen? – Naja es liegt irgendwie auf der Hand. Wenn ich etwas verkaufe, bekomme ich Geld, mit dem ich mir etwas Neues kaufen kann. Nur wenn ich von dem Geld wieder etwas Gebrauchtes kaufe ist es so Nachhaltig wie ein Tausch.


Unkompliziertes Tauschen

Wenn der Tausch so toll ist, warum ist er dann noch nicht etabliert? Ich glaube es ist einfach zu kompliziert einen Tauschpartner zu finden. Man müsste sich selbst auf die Suche begeben. Sich selbst bei großen Anzeigenportalen für gebrauchte Gegenstände durch viele Seiten klicken und dann auch noch den Anbieter vom eigenen Angebot überzeugen und einen Tausch abschließen. In der Praxis ist da ein Erfolg sehr unwahrscheinlich. Besonders schwierig wird die ganze Sache, wenn man alle Tauschbörsen berücksichtigt. Eine Anzeigenbörse lebt von der Vielfalt, von der Anzahl an Nutzern. Jedoch gibt es viele Anbieter, alle mit kleinen Unterschieden, aber alle in Konkurrenz zueinander. Sie nehmen sich gegenseitig die Interessenten weg. Für den einzelnen wirkt sich das in einem unübersichtlichen Morast an Tauschbörsen/Verkaufbörsen aus. Zumal der Mensch in der Digitalisierung über eine immer geringer werdende Geduld besitzt hat dieser Sumpf keine wirkliche Zukunft.


Ein Blick in die Zukunft

Wir schreiben das Jahr 2040. Ich bin 35 Jahre alt und habe mit meiner Frau zwei Kinder, ein Mädchen (3 Jahre alt) und einen Sohn (10 Jahre alt). Meine Frau hat mir gerade erzählt, dass unsere Tochter schon wieder aus ihren Klamotten gewachsen ist. Ich mache mit meinem Smartphone ein paar Bilder von der Babykleidung, öffne Swapper und lade die Bilder hoch, gebe die Größe an und passe meine Tauschinteressen so an, dass die neue Kleidergröße unserer Tochter auch dabei ist. Ich swipe ein paar Mal und siehe da, ein Match. Ein Chatfenster öffnet sich, eine Frau ist am anderen Ende. Sie schreibt mir, dass ihre Tochter einen Wachstumsschub hatte und jetzt neue Klamotten braucht. Ihr Angebot ist ein Gameboyspiel ihres 14 jährigen Sohnes, das er sowieso nicht mehr gerne spielt. Unser Sohn hatte es sich letztens gewünscht. Wir tauschen unsere Adressen aus, in dem wir auf ‚Bestätigen‘ drücken. Morgen früh gehe ich zur Post, zeige dem Mann am Schalter einen QR-Code und ab geht die Post.

Es ist zauberhaft wie locker flockig einfach das Ganze läuft. Das Tauschen hat wieder einen wichtigen Teil im Leben des Menschen eingenommen. Leute werfen ihren Stuff nicht einfach weg oder lassen ihn in Kisten auf Dachböden verrotten bis sie oder ihre Kinder ihn eines Tages wegwerfen. Der Mensch tauscht Dinge, wenn er sie nicht mehr braucht. Alle Tauschbörsen sind teil eines riesigen Netzwerkes und es funktioniert Weltweit. Automatische Übersetzer lassen mich mit Menschen aus der ganzen Welt Dinge tauschen und die Matches werden automatisch nach Nähe sortiert um die Umwelt zu entlasten.


Here we are – Swapper

Was für eine Utopie. Alle Menschen auf der Welt tauschen Gegenstände untereinander und alle müssen nicht mehr dafür tun, als Fotografieren, Swipen und Matchen – einfach Swappen. Es klingt schon fast größenwahnsinnig, aber was die Zukunft bringt können wir leider nur schwer sagen. Wir wollen mit euch zusammen einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Gemeinschaft gehen. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, eine einfache, unkomplizierte Tauschlösung zu bieten.

Swapper

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.